Kategorie: Fahrten

Die Flotte Biene 2.0

Die Flotte Biene „reloaded“ (siehe Beitrag vom 27. Mai 2019), aber diesmal nicht nur um leckeren Honig aus der bekannten Lüneburger Heide zu holen, sondern auch, um mit bestem Biobrot nach Bremen zurück zu fahren (siehe Bericht vom 3. Mai). Ich transportiere wieder klimaneutral heimische Produkte für Freunde und Bekannte mit dem Lastenrad – die Idee von longdistance-cargocycling.org

Dies ergibt eine formvollendete Kombination des Transports von dem süßen Elixier – outbound – und edlen Backwerk – inbound. Die Logistiker nennen das „paarige Ladungsströme“, was den Idealzustand beschreibt, der ohne Leerfahrten auskommt – jetzt auch bei longdistance-cargocycling.org!

Nur fast, denn hinzu kommt die Leeranfahrt in die Heide…

Die Tourdaten:

  • 280 km an zwei Tagen (Bremen – Lüneburger Heide – Hamburg – Bremen), davon leer 100 km
  • 12,5 kg Honig, 15 kg Biobrot

Pappe ist kein Pappenstiel: Mit Kartons unterwegs

Du ziehst um? Dann brauchst Du erstmal leere Kartons! Aus dem Baumarkt oder aus Zweiter Hand, sie müssen transportiert werden.

Breit und sperrig und nur was für´s Auto? Keinesfalls! Fein gefaltet und gestapelt passen rund 16 Stück auf das Rack des Omnium – eine perfekte Fahrt für longdistance-cargocycling.org.

Für eine Bekannte, also passend für das Prinzip, für Freunde Waren mit dem Lastenrad zu transportieren. Dabei ca. 170 km Auto-Kilometer gespart und erneut darauf hingewiesen, wie bequem wir es uns mit Auto und Lkw eingerichtet haben.

Die flotte Biene – für Honig in die Lüneburger Heide

Der Naturpark “Lüneburger Heide” ist bekannt für seinen Honig – mein neues Projekt.

Für eine private Einkaufsgemeinschaft hole ich Honig direkt vom Imker. Das Prinzip ist das gleiche wie bisher: Ware wird per Lastenrad CO2-reduziert befördert, um so auf die vielen Lkw auf unseren Straßen aufmerksam zu machen.

02:58 h – Ich bin noch vor dem Weckerklingeln wach; ein Klingeln wäre um diese Zeit grausam.

03:30 h – Bei der Abfahrt ist es trotz der vorangeschrittenen Jahreszeit stockdunkel.

04:30 h – Mit der Dämmerung beginnt ein vielstimmiges Vogelkonzert; open-air und gratis.

06:00 h – Alles schläft! Alles? In Rotenburg bauen Händler den Wochenmarkt auf.

07:30 h – Nach 40 km ein Morgengruß per SMS nach Hause. Die Dörfer grüßen mit touristischen Highlights.

09:28 h – Nach vier Stunden im Sattel: – nun überschlagen sich die Ereignisse am Ziel in Gödenstorf:

09:30 h – Die Imkerei öffnet.

09:45 h – Honig ausgesucht und bezahlt.

10:00 h – Fertig zur Rückfahrt

16:00 h – Die Straßen sind jetzt voll. Ein endloser Strom von Pkw rollt an mir vorbei…

18.45 h – Duty done; Fahrt beendet.

30 Gläser oder 22,5 kg Honig; 206 km.

Ein Dank an alle, die mit ihrem Interesse die Fahrt ermöglicht haben (und jetzt den leckeren Honig genießen dürfen).

Mit dem Rad zum Bäcker, aber nicht nur um´s Eck!

Mal eben frische Brötchen zum Frühstück? Mit dem Rad vom Bäcker an der Ecke geholt? Na klar, kennt jeder. Nur wenn der Bäcker unseres Vertrauens rund 100 km entfernt liegt und ein ganz besonders leckeres (Bio-)Brot verkauft, da nehmen wir dann doch lieber das Auto, oder? Nicht ganz, wenn bio, dann auch richtig: Das Brot soll nachhaltig, also mit dem Rad, transportiert werden.

Die nächst gelegene Verkaufsstelle des Bäckers unseres Vertrauens liegt ca. 100 km entfernt. Dies ergibt 200 km durch Norddeutschland, genauer durch das Weser-Elbe Dreieck über Zeven und Harsefeld einschließlich einer erfrischenden Fährfahrt über die Elbe. Getreu der Idee, für Freunde und Bekannte mit dem Lastenrad Güter zu transportieren, legte ich jenen diese einmalige Backwarenquelle nahe. Diese spontane Einkaufsgemeinschaft brachte ca. 15 kg bestes Biobrot und einige Bärlauchstangen zusammen.

Unsere Freunde und Bekannte, mit denen wir das Brot jetzt teilen, freuen sich mit uns über diesen fairen Deal. 

Dieses Projekt brachte mir dann die Erfahrungen, die ich mit dem Projekt gerne zeigen will: „Nur“ 15 kg Brot mit reiner Muskelkraft über eine eine reine Fahrtzeit von 12 Stunden zu transportieren, wo wir es als fast selbstverständlich sehen, dass per Lkw jegliche Lebensmittel von überall her frisch in die Supermärkte kommen.

Waren rund um die Welt verschiffen? Eine Selbstverständlichkeit!?

Vinyl auf großer Fahrt, oder wie alles begann…

Am Anfang stand der persönliche Wunsch, eine Alternative für die vielen Lastwagen auf unseren Straßen zu bieten. Mich nervten schon als Jugendlicher die Lkw auf den Straßen; und ich fahre seither leidenschaftlich gerne Rad. Also, anstelle mit dem neuen Lastenrad nur Werkzeug oder Getränkekisten zum Supermarkt zu fahren, würde ich für Freunde und Bekannte Lasten mit dem Rad CO2-neutral transportieren.

Schräge Vision oder nur alberne Symbolik? Wie dem auch sei, irgendwie möchte man einen Beitrag leisten. Aber womit fängste an? Ach ja, da war dann die alte Schallplattensammlung meiner Eltern, die zu einer Bekannten in Pinneberg musste. Die wollte die Vinyl´s auf dem Flohmarkt anbieten. Das war die Initialzündung.

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