Kategorie: Logistisches

Langstrecke: Gegen die Uhr, gegen sich selbst, aber für die Umwelt

Longdistance-cargocycling.org bedeutet, für Freunde, Bekannte oder Unternehmen Waren mit dem Lastenrad von Ort zu Ort zu transportieren. Es ist mein Beitrag, aufmerksam zu machen, wie komfortable wir es uns mit dem Lkw eingerichtet haben und wie stark wir von fossilen Treibstoffen abhängig sind. Oftmals wissen wir gar nicht, wie viele Lkw-Kilometer in unseren täglichen Produkten stecken.

Radfahren auf einer Urlaubstour heißt, einfach die Strecke genießen und ankommen. Longdistance-cargocycling.org geht einen Schritt weiter: Die Strecke genießen, ankommen und mit Ladung zurückkommen. Die Ladung motiviert. Sie ist das verbindende Element zu denen, die meine Idee durch ihre „Bestellung“ ermöglichen.

Es kostet Überwindung, morgens in der Früh´ loszufahren. Hinzu kommt Druck, unterwegs bestimmte Öffnungs- oder Abfahrtszeiten einhalten zu wollen, wie der des Ladens am Ziel oder von Fähren entlang der Strecke.

Am Ende steht immer die Gewissheit, Aufmerksamkeit erzeugt zu haben, um ein Nachdenken über unsere Kauf- und Transportgewohnheiten anzuregen.

Als Dank kommen die vielen positiven Rückmeldungen zu den tollen Produkten, die ich mitbringe. Bedanken tut sich auch die Natur. Sie bedankt sich sofort, noch auf der Fahrt, mit Vogelkonzerten und traumhaften Sonnenauf- oder –untergängen. Und sie bedankt sich langfristig, weil jemand auf sie achtet.

Wein und Bier – das rate ich Dir: Über Flaschen auf Reisen

Viele Radwege sind Buckelpisten – natürlich muss das Ladegut so verpackt sein, dass es die Erschütterungen wegsteckt. Für die Verpackung nutze ich alte Obstkisten. Diese werden einfach auf den Gepäckträger gestellt und befestigt. Das Ladegut ist darin dann gut aufgehoben. Für den Transport von Brot war das durchaus angemessen.

Wie verhält es sich allerdings mit bruchempfindlichen Flaschen? Vielleicht führt eine der nächsten Fahrten zu einer Craft Brewery oder Distille, die handwerklich arbeiten und beste lokale Bioware herstellen.

Eine Testfahrt über 85 km brachte schnell das Ergebnis: Sowohl Einweg-Weinflaschen als auch die stabileren Pfandbierflaschen sind den Erschütterungen gewachsen. Der Trick war eine dünne Unterlage aus einer alten Iso-Matte, die für die Schockabsorption sorgte. Der Erfolg dieser Testfahrt soll allerdings kein Aufruf an die Verkehrsplaner sein, die Unterhaltung und Neubau der Radwege von nun an zu unterlassen. Im Gegenteil!

Präsentiert von WordPress & Theme erstellt von Anders Norén