1000 km für 48 Gläser?

Gestern, ein typischer Herbsttag. Ich übergebe 48 Gläser Honig an Jean-Claude Leclere von LECLERE Solutions. Das Besondere: Der Honig hat Bremen per Lastenrad aus Schleswig-Holstein erreicht. Und er ist ein Weihnachtsgeschenk an die Kunden von LECLERE Solutions. Jean-Claude und mich vereint dabei eine Vision: Menschen, Unternehmen und die Gesellschaft zu ermuntern, sich von festgefahrenen Strukturen zu befreien und neue Wege zu gehen. Der Honig und das Lastenrad sind dabei Symbole für neues Denken.

Wir sagen, Workshops oder ähnliches alleine reicht nicht. Veränderung benötigt konkretes Tun. Wie das aussieht, zeigt sich an den besonderen Weihnachtsgeschenken. Ich habe mit meiner Initiative longdistance-cargocycling.org  den Transport organisiert. Geradelt wurde nach dem Motto „einfach mal machen“. Für diese Weihnachtsgeschenke waren zwei Fahrten nötig; jeweils 250 km je Richtung, insgesamt 1.000 km.

Lastenrad und Honig sollen anregen, aktuelle Probleme mit ungewöhnlichen Methoden anzugehen. Jean-Claude hat dazu ein Beispiel parat: Agilität hat in Unternehmen zunehmend einen hohen Stellenwert. Verkrustete Strukturen und lange Entscheidungswege behindern oftmals die Anpassung an neue Rahmenbedingungen. Und nun das Lastenrad: Wer kommt auf die Idee, Honig per Fahrrad über 250 km zu transportieren? Ungewöhnlich, aber möglich – Prototyp für neues Denken.

“Bienen würden mich buchen”…

“Bienen würden longdistance-cargocycling.org buchen”, so ähnlich schrieb der Weser-Kurier, die Tageszeitung in Bremen, im Herbst 2019. Die Bienen haben wieder gebucht: Für die Unternehmensberatung Leclere Solutions holte ich Honig aus Schleswig-Holstein von der Schlei. Als Weihnachtsgeschenke für ihre Kunden.

Leclere Solutions berät Organisationen dabei, nötige Veränderungen zu erkennen und umzusetzen. Für die Unternehmensberatung ist longdistance-cargocycling.org ein gutes Beispiel, zu inspirieren und Veränderungen durch Vormachen anzuregen.

Für mich ist longdistance-cargocycling.org ein gutes Beispiel, zu inspirieren und Veränderungen durch Vormachen anzuregen.

Jean-Claude Leclere

Dafür floß viel Schweiß: Ca. 500 km quer durch Norddeutschland mit dem Lastenrad, davon die Hälfte mit knapp 25 kg Honig beladen. Und Veränderungen sind dringend nötig.

Unterwegs begegnen mir die Vergegenwärtigungen des globalen Warenaustausches, auf dem wir uns ausruhen. Auf der “grünen Wiese” Logistikzentren an den Autobahnen, die nur vom Lkw angefahren werden können; auf dem Nord-Ostsee-Kanal Schiffe, deren Besatzungen während der CV-19-Zeit kaum von Bord durften; das macht mich nachdenklich.

Die „Große Schleife“ oder: Wie weit ist „longdistance“?

Das fragte mich jüngst ein Bekannter. Oder anders: Wie weit muß ich fahren, um Euch anzuregen, über unsere Transportgewohnheiten nachzudenken? Hier ein paar Angebote:

  • 80 km am Feierabend, um für Euch Honig direkt vom Imker zu holen,
  • 200 km am Tag, oder
  • 600 km an fünf Tagen auf einer Rundtour ?

Ihr entscheidet. Hier ist die ganze Story

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Mehrweg ist mein Weg

Die Honig-Transporte für meine Abnehmer im letzten Jahr hatten es in sich: Rund 130 Gläser bestellt und bei verschiedenen Imkern in Norddeutschland abgeholt. Alles in Mehrweggläsern versteht sich. Dies bedeutet, jetzt kommen die leeren Retouren. Anlaß für eine neue Tour für meine Initiative londistance-cargocycling.org.

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