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Regionale Lebensmittel: Dein Bier, nicht mein Bier?

Was zeigt das Spannungsfeld zwischen regional erzeugten Produkten und globalem Warenaustausch so gut auf wie Bier? Internationale Einheitsware konkurriert mit Craftbieren mit hoher regionaler Identität. Grund genug für longdistance-cargocycling.org, sich diesem Produkt anzunehmen.

Gutes Beispiel ist die Stadt Bremen. Hier braut ein internationaler Konzern ein bekanntes Fernsehbier, gleichzeitig gibt es einige Handwerksbrauereien. Von einer von diesen bringe ich einem Studienfreund eine gute Auswahl per Lastenrad vorbei. Dies ist das Prinzip von longdistance-cargocycling.org, für Freunde, Bekannte und Unternehmen regionale Produkte emissionsfrei zu transportieren.

Los geht es bereits am Vortag, um die Ware direkt bei der Brauerei in Empfang zu nehmen. Dann stehen 120 km Richtung Ostfriesland auf dem Plan. Logistisch mogele ich ein wenig, da die ersten Kilometer aus Bremen heraus per Bahn zurückgelegt werden. Trotzdem eine weitere Fahrt für das Projekt, eine weitere Anregung, um über unsere täglichen Ressourcenverbräuche nachzudenken.

Wein und Bier – das rate ich Dir: Über Flaschen auf Reisen

Viele Radwege sind Buckelpisten – natürlich muss das Ladegut so verpackt sein, dass es die Erschütterungen wegsteckt. Für die Verpackung nutze ich alte Obstkisten. Diese werden einfach auf den Gepäckträger gestellt und befestigt. Das Ladegut ist darin dann gut aufgehoben. Für den Transport von Brot war das durchaus angemessen.

Wie verhält es sich allerdings mit bruchempfindlichen Flaschen? Vielleicht führt eine der nächsten Fahrten zu einer Craft Brewery oder Distille, die handwerklich arbeiten und beste lokale Bioware herstellen.

Eine Testfahrt über 85 km brachte schnell das Ergebnis: Sowohl Einweg-Weinflaschen als auch die stabileren Pfandbierflaschen sind den Erschütterungen gewachsen. Der Trick war eine dünne Unterlage aus einer alten Iso-Matte, die für die Schockabsorption sorgte. Der Erfolg dieser Testfahrt soll allerdings kein Aufruf an die Verkehrsplaner sein, die Unterhaltung und Neubau der Radwege von nun an zu unterlassen. Im Gegenteil!

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