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Pappe ist kein Pappenstiel: Mit Kartons unterwegs

Du ziehst um? Dann brauchst Du erstmal leere Kartons! Aus dem Baumarkt oder aus Zweiter Hand, sie müssen transportiert werden.

Breit und sperrig und nur was für´s Auto? Keinesfalls! Fein gefaltet und gestapelt passen rund 16 Stück auf das Rack des Omnium – eine perfekte Fahrt für longdistance-cargocycling.org.

Für eine Bekannte, also passend für das Prinzip, für Freunde Waren mit dem Lastenrad zu transportieren. Dabei ca. 170 km Auto-Kilometer gespart und erneut darauf hingewiesen, wie bequem wir es uns mit Auto und Lkw eingerichtet haben.

Langstrecke: Gegen die Uhr, gegen sich selbst, aber für die Umwelt

Longdistance-cargocycling.org bedeutet, für Freunde, Bekannte oder Unternehmen Waren mit dem Lastenrad von Ort zu Ort zu transportieren. Es ist mein Beitrag, aufmerksam zu machen, wie komfortable wir es uns mit dem Lkw eingerichtet haben und wie stark wir von fossilen Treibstoffen abhängig sind. Oftmals wissen wir gar nicht, wie viele Lkw-Kilometer in unseren täglichen Produkten stecken.

Radfahren auf einer Urlaubstour heißt, einfach die Strecke genießen und ankommen. Longdistance-cargocycling.org geht einen Schritt weiter: Die Strecke genießen, ankommen und mit Ladung zurückkommen. Die Ladung motiviert. Sie ist das verbindende Element zu denen, die meine Idee durch ihre „Bestellung“ ermöglichen.

Es kostet Überwindung, morgens in der Früh´ loszufahren. Hinzu kommt Druck, unterwegs bestimmte Öffnungs- oder Abfahrtszeiten einhalten zu wollen, wie der des Ladens am Ziel oder von Fähren entlang der Strecke.

Am Ende steht immer die Gewissheit, Aufmerksamkeit erzeugt zu haben, um ein Nachdenken über unsere Kauf- und Transportgewohnheiten anzuregen.

Als Dank kommen die vielen positiven Rückmeldungen zu den tollen Produkten, die ich mitbringe. Bedanken tut sich auch die Natur. Sie bedankt sich sofort, noch auf der Fahrt, mit Vogelkonzerten und traumhaften Sonnenauf- oder –untergängen. Und sie bedankt sich langfristig, weil jemand auf sie achtet.

Die flotte Biene – für Honig in die Lüneburger Heide

Der Naturpark “Lüneburger Heide” ist bekannt für seinen Honig – mein neues Projekt.

Für eine private Einkaufsgemeinschaft hole ich Honig direkt vom Imker. Das Prinzip ist das gleiche wie bisher: Ware wird per Lastenrad CO2-reduziert befördert, um so auf die vielen Lkw auf unseren Straßen aufmerksam zu machen.

02:58 h – Ich bin noch vor dem Weckerklingeln wach; ein Klingeln wäre um diese Zeit grausam.

03:30 h – Bei der Abfahrt ist es trotz der vorangeschrittenen Jahreszeit stockdunkel.

04:30 h – Mit der Dämmerung beginnt ein vielstimmiges Vogelkonzert; open-air und gratis.

06:00 h – Alles schläft! Alles? In Rotenburg bauen Händler den Wochenmarkt auf.

07:30 h – Nach 40 km ein Morgengruß per SMS nach Hause. Die Dörfer grüßen mit touristischen Highlights.

09:28 h – Nach vier Stunden im Sattel: – nun überschlagen sich die Ereignisse am Ziel in Gödenstorf:

09:30 h – Die Imkerei öffnet.

09:45 h – Honig ausgesucht und bezahlt.

10:00 h – Fertig zur Rückfahrt

16:00 h – Die Straßen sind jetzt voll. Ein endloser Strom von Pkw rollt an mir vorbei…

18.45 h – Duty done; Fahrt beendet.

30 Gläser oder 22,5 kg Honig; 206 km.

Ein Dank an alle, die mit ihrem Interesse die Fahrt ermöglicht haben (und jetzt den leckeren Honig genießen dürfen).

Mit dem Rad zum Bäcker, aber nicht nur um´s Eck!

Mal eben frische Brötchen zum Frühstück? Mit dem Rad vom Bäcker an der Ecke geholt? Na klar, kennt jeder. Nur wenn der Bäcker unseres Vertrauens rund 100 km entfernt liegt und ein ganz besonders leckeres (Bio-)Brot verkauft, da nehmen wir dann doch lieber das Auto, oder? Nicht ganz, wenn bio, dann auch richtig: Das Brot soll nachhaltig, also mit dem Rad, transportiert werden.

Die nächst gelegene Verkaufsstelle des Bäckers unseres Vertrauens liegt ca. 100 km entfernt. Dies ergibt 200 km durch Norddeutschland, genauer durch das Weser-Elbe Dreieck über Zeven und Harsefeld einschließlich einer erfrischenden Fährfahrt über die Elbe. Getreu der Idee, für Freunde und Bekannte mit dem Lastenrad Güter zu transportieren, legte ich jenen diese einmalige Backwarenquelle nahe. Diese spontane Einkaufsgemeinschaft brachte ca. 15 kg bestes Biobrot und einige Bärlauchstangen zusammen.

Unsere Freunde und Bekannte, mit denen wir das Brot jetzt teilen, freuen sich mit uns über diesen fairen Deal. 

Dieses Projekt brachte mir dann die Erfahrungen, die ich mit dem Projekt gerne zeigen will: „Nur“ 15 kg Brot mit reiner Muskelkraft über eine eine reine Fahrtzeit von 12 Stunden zu transportieren, wo wir es als fast selbstverständlich sehen, dass per Lkw jegliche Lebensmittel von überall her frisch in die Supermärkte kommen.

Waren rund um die Welt verschiffen? Eine Selbstverständlichkeit!?

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