Lastenrad: Lifestyle oder gelebte Regionalität?

Für die einen ist es Teil eines urbanen Lifestyles, für mich ist es ein Prototyp für mehr Regionalität und Anregung zu überlegen, woher unsere Produkte kommen und wieviel wir konsumieren wollen.

Beide Fragen werden auf einer Lastenrad-Tour “erfahrbar”: Die Distanz, die wir zurücklegen, und die Menge, die Du an Bord hast. Je weiter, je mehr, desto mühsamer wird´s.

Ein Mehr an Regionalität wurde zu Beginn der Pandemie eindrucksvoll an-, aber nicht zu Ende diskutiert. Und auch nur am Beispiel des “Mund-Nasen-Schutzes”. Muss der aus Übersee kommen? Der Schneefall in den letzten Tag hat gezeigt, wie verletztlich schon Lieferketten in Europa sind.

Ein Mehr an Regionalität wird oft mit Verzicht auf erstrebenswerte Produkte gleichgesetzt. Kaffe & Co. verstehe ich – der wächst hier nicht. Noch nicht. Mit Gemüse & Co. funktioniert Regionalität hingegen schon.

Mir fehlt ein Szenario, das die Möglichkeiten für weitere Produkte zeigt, eine Stadt mit ihrer Region besser zu verknüpfen – dezentral, unter Nutzung moderner Technologie wie dem 3-D-Druck und erneuerbarer Energien und innovativen Transportkonzepten. Da lässt doch was machen – für weniger Lifestyle und mehr gelebte Regionalität.

Regionale Lebensmittel: Dein Bier, nicht mein Bier?

Was zeigt das Spannungsfeld zwischen regional erzeugten Produkten und globalem Warenaustausch so gut auf wie Bier? Internationale Einheitsware konkurriert mit Craftbieren mit hoher regionaler Identität. Grund genug für longdistance-cargocycling.org, sich diesem Produkt anzunehmen.

Gutes Beispiel ist die Stadt Bremen. Hier braut ein internationaler Konzern ein bekanntes Fernsehbier, gleichzeitig gibt es einige Handwerksbrauereien. Von einer von diesen bringe ich einem Studienfreund eine gute Auswahl per Lastenrad vorbei. Dies ist das Prinzip von longdistance-cargocycling.org, für Freunde, Bekannte und Unternehmen regionale Produkte emissionsfrei zu transportieren.

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