Es geht um die Wurst!

Viele sagen, wir sind die letzte Generation, die den menschengemachten Klimawandel stoppen kann; passiert dies nicht, können wir uns nur noch so gut es geht anpassen. Es geht also um die Wurst.

Mehr Regionalität und weniger Transporte sind ein Schlüssel für mehr Nachhaltigkeit. Hofläden sind ein gutes Beispiel für regionale Vermarktung von Produkten aus nachhaltiger Landwirtschaft. Meine Tour führt mich zum Hof Icken im niedersächsischen Sievern an der flachen Wesermündung.

Es geht heute um die Wurst!

Ich besorge für eine Einkaufsgemeinschaft Fleisch- und Wurstwaren von Tieren aus Freilandhaltung, aufgezogen mit Futter direkt von den Weiden am Hof und handwerklich weiterverarbeitet ebenfalls in der Region.

Nun, hier gibt es sicher viele Meinungsrichtungen, mit vegetarischer oder sogar veganer Ernährung können wir noch mehr gegen den Klimawandel tun. Sicher; dabei gilt aber: Die Dosis macht das Gift.

Bei mir gilt, Fleisch in Maßen, und vor allem geht es mir heute und hier um Regionalität und familiengeführte Bio-Landwirtschaft. Ausgewogene Ernährung, das ganze mit Blick auf artgerechte Haltung und kurzen Transportwegen – es geht um die Wurst!

Erfolgreich vernetzt in den Regionen

longdistance-cargocycling.org präsentiert sich auf der Regionallogistik-Datenbank des Verbandes der Regionalbewegung

Um einen schnellen Überblick über vorhandene logistische Lösungen in bundesdeutschen Regionen zu bieten und Interessierte zu vernetzen, hat der Bundesverband der Regionalbewegung e.V. eine RegioLogistikDatenbank eingerichtet. Die Regionalbewegung besteht seit 2005 und verbindet die vielfältigen Akteure des regionalen Wirtschaftens, die zu einer erfolgreichen und nachhaltigen Regionalentwicklung und der Stärkung ländlicher Räume beitragen.

Lastenrad: Lifestyle oder gelebte Regionalität?

Für die einen ist es Teil eines urbanen Lifestyles, für mich ist es ein Prototyp für mehr Regionalität und Anregung zu überlegen, woher unsere Produkte kommen und wieviel wir konsumieren wollen.

Beide Fragen werden auf einer Lastenrad-Tour “erfahrbar”: Die Distanz, die wir zurücklegen, und die Menge, die Du an Bord hast. Je weiter, je mehr, desto mühsamer wird´s.

Ein Mehr an Regionalität wurde zu Beginn der Pandemie eindrucksvoll an-, aber nicht zu Ende diskutiert. Und auch nur am Beispiel des “Mund-Nasen-Schutzes”. Muss der aus Übersee kommen? Der Schneefall in den letzten Tag hat gezeigt, wie verletztlich schon Lieferketten in Europa sind.

Ein Mehr an Regionalität wird oft mit Verzicht auf erstrebenswerte Produkte gleichgesetzt. Kaffe & Co. verstehe ich – der wächst hier nicht. Noch nicht. Mit Gemüse & Co. funktioniert Regionalität hingegen schon.

Mir fehlt ein Szenario, das die Möglichkeiten für weitere Produkte zeigt, eine Stadt mit ihrer Region besser zu verknüpfen – dezentral, unter Nutzung moderner Technologie wie dem 3-D-Druck und erneuerbarer Energien und innovativen Transportkonzepten. Da lässt doch was machen – für weniger Lifestyle und mehr gelebte Regionalität.

Regionale Lebensmittel: Dein Bier, nicht mein Bier?

Was zeigt das Spannungsfeld zwischen regional erzeugten Produkten und globalem Warenaustausch so gut auf wie Bier? Internationale Einheitsware konkurriert mit Craftbieren mit hoher regionaler Identität. Grund genug für longdistance-cargocycling.org, sich diesem Produkt anzunehmen.

Gutes Beispiel ist die Stadt Bremen. Hier braut ein internationaler Konzern ein bekanntes Fernsehbier, gleichzeitig gibt es einige Handwerksbrauereien. Von einer von diesen bringe ich einem Studienfreund eine gute Auswahl per Lastenrad vorbei. Dies ist das Prinzip von longdistance-cargocycling.org, für Freunde, Bekannte und Unternehmen regionale Produkte emissionsfrei zu transportieren.

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