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Wie regional ist regional? (ein Folgebeitrag)

Von der Scheune sind die Gerstefelder noch gut zu erkennen. „Unsere 6 Hektar Fläche erbringen genug Ertrag für unsere hofeigene Destille“, erklärt mir Jan. Er ist Gründer von Hinrichsen´s Farm Destillery auf der Nordsee-Insel Föhr. Die Destille hat sich der Herstellung von Whisky verschrieben.

Die „Große Schleife“ oder: Wie weit ist „longdistance“?

Das fragte mich jüngst ein Bekannter. Oder anders: Wie weit muß ich fahren, um Euch anzuregen, über unsere Transportgewohnheiten nachzudenken? Hier ein paar Angebote:

  • 80 km am Feierabend, um für Euch Honig direkt vom Imker zu holen,
  • 200 km am Tag, oder
  • 600 km an fünf Tagen auf einer Rundtour ?

Ihr entscheidet. Hier ist die ganze Story

Mein Mann und der Honig

Ein Gastbeitrag von Sandra, meiner Partnerin

Unsere Einkaufsgemeinschaften fragten ungeduldig, wann wir die nächste Tour machten. Ich bin gerade im Training, habe schön geübt und denke, ich kann lange Distanzen mitfahren. Ich will eine Fahrt von longdistance-cargocycling.org begleiten.

Ausgetretene Pfade – frische Motivation?

Zum vierten Male für Honig in die Heide radeln? Aus Langeweile auf ausgetretenen Pfaden? Keine Spur, denn neue Menschen interessieren sich für meine Initiative longdistance-cargocycling.org, und denen bringe ich Heidehonig direkt vom Imker mit.

Mehrweg ist mein Weg

Die Honig-Transporte für meine Abnehmer im letzten Jahr hatten es in sich: Rund 130 Gläser bestellt und bei verschiedenen Imkern in Norddeutschland abgeholt. Alles in Mehrweggläsern versteht sich. Dies bedeutet, jetzt kommen die leeren Retouren. Anlaß für eine neue Tour für meine Initiative londistance-cargocycling.org.

Wie regional ist „regional“?

Neulich in einem Supermarkt in Bremen, ich stolpere über ein Regal, das Lebensmittel-Spezialitäten eines regionalen Erzeugers anbietet. Auch schon mal gesehen? Genau! Für meine Initiative longdistance-cargocycling.org interessiert mich, wie „regional“ solche Produkte sind.

Corona-Time

Irgendwie habe ich kein Bock auf eine Kampagne, auf eine Tour. Zwangspause. Wir zahlen gerade den Preis für die ungebremste Globalisierung, wie schon 2008/2009 zur Finanzkrise, mit der Entfernung aller Druckschleusen für ungehinderte globale Finanz-, Waren- und Menschenströme. Wir zahlen, und zwar sozusagen mit Klopapier.

Gesegelt und geradelt: 30 kg von 1,2 Millionen Tonnen

Wie kommt unser Kaffee in die Tasse? “Wasser drauf, aufbrühen”, denkt Ihr? Letztlich teilt jeder Kaffee dieses Schicksal, aber die Frage ist anders gemeint: Deutschland importiert pro Jahr ca. 1,2 Mio. Tonnen Kaffee. Aber wie?

Der überwiegende Teil kommt per Container an Bord von Motor-schiffen; wenige machen sich gedanken, welche Mengen an fossilen Ressourcen dazu notwendig sind – außer denen, die die anderen 30 kg trinken werden.

Das Unmögliche

Stückgut, Expressgut – kennt das noch jemand? Das ist das, was wir heute Paketdiensten mit zumeist drei-buchstabigen Abkürzungen überlassen. Das sind kleinere Sendungen, die zumeist per Lkw abgeholt und angeliefert werden. Gibt es eine Möglichkeit, außer per Lastenrad, soche Güter wirklich klima-neutral zu transportieren?

“Wirklich klimaneutral” heißt ohne CO2-Kompensation oder anderweitiges “greenwashing”, sondern ehrlich den Versuch machen, emissionsverringert zu transportieren, und zwar auf der Langstrecke.

Die unendliche …

… Geschichte der Suche nach einer Möglichkeit, meine Spende einem streuobstwiesentlichen Zweck zukommen zu lassen: Durch jede Fahrt spendet Ihr für jedes transportierte Glas Honig oder Marmelade. Es wartet ein kleines EURO-Sümmchen für eine Streuobstwiese, damit die Bienen wieder ordentlich sammeln können für neuen Nektar, für neues Obst. Daraus wird dann wieder Honig oder Marmelade, die ich per Lastenrad für Euch transportieren kann.

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